4. September 2011 - 30. April 2012
Am Übergang - Bar und Bat Mizwa
Wie werden jüdische Kinder und Jugendliche erwachsen?
Zum Leben gehören Übergänge. Religionen und Gesellschaften markieren diese durch Übergangsrituale wie Firmung und Konfirmation sowie spezielle Feiern und Gottesdienste zum Abschluss der obligatorischen Schulzeit. Das Judentum begeht den Übergang von der Kindheit zur Erwachsenenwelt mit einem grossen Fest: Bar Mizwa und Bat Mizwa.
Der Begriff heisst übersetzt „Sohn des Gebots“ und „Tochter des Gebots“. Es bedeutet, dass nach jüdischem Religionsgesetz Knaben mit 13, Mädchen bereits mit 12 Jahren mündig werden. Sie gelten als erwachsen und sind nun verpflichtet, die vielen Gebote und Verbote, die das Judentum prägen, zu befolgen. Die Jugendlichen sind: Bar Mizwa und Bat Mizwa.
Die Sonderausstellung im Jüdischen Museum der Schweiz stellt dieses Ereignis in den Mittelpunkt. Gezeigt wird nicht nur ein historischer Überblick, sondern auch der Wandel der Rolle von Mann und Frau. Im Zentrum steht das heutige Brauchtum der Juden in der Schweiz. Und natürlich dürfen die Jugendlichen selber nicht fehlen! In der Ausstellung kommen mittels multimedialer Technik die „HauptdarstellerInnen“ zu Wort: sie erzählen von ihren Gedanken, Wünschen und Zukunftsplänen vor und nach ihrer Bar Mizwa oder Bat Mizwa, dem Fest, das gleichzeitig Höhepunkt und Abschluss einer jüdischen Kindheit ist.
Öffentliche Führungen durch die Sonderausstellung
7. Februar 2012, 18 Uhr
18. März 2012, 11h
3. April 2012, 18 Uhr
Einführungen für Unterrichtende aller Schulstufen
Die Veranstaltung kann für die Einführung in das
Judentum, den interkulturellen, konfessionellen und den
Geschichtsunterricht genutzt werden.
7. März 2012, 15-17 Uhr
19. März 2012, 17-19 Uhr
Podiumsgespräch mit Kurzfilm
21. März 2012, 19 Uhr
Wie wachsen jüdische Jugendliche auf? Bar Mizwa
und Bat Mizwa am Übergang zwischen Integration und
Abgrenzung
Sonderausstellungsflyer
|
|
|
|